Mit zentralen Änderungen reagiert Bungie auf die großen Kritikpunkte an Destiny 2. Doch sind Meisterwerke und Rüstungsornamente genug, um die Jagd nach den God-Rolls und den maximalen Grimoire-Punkten aus Destiny 1 zu ersetzen?
Viele finden Destiny 2 mittlerweile zu langweilig. Aber warum ist das so?
Das Problem von Destiny 2 haben Spieler seit Monaten erkannt und Bungie kennt es mittlerweile auch: Man gibt den Spieler zu wenig Gründe, zu wenig Vorwände, um Destiny 2 zu zocken. In Destiny 1 hatten Vielspieler einige Gründe, um einzuloggen. Doch die meisten wurden ersatzlos gestrichen. Nun fehlt den Spielern was, an dem sie richtig lange zu knabbern haben.
Destiny 1 hatte Berge, die man bestieg, weil sie da waren
Aber was haben Spieler in Destiny 1 überhaupt gemacht, um so viel Zeit im Spiel zu verbringen? Was machten sie in Destiny, nachdem alle Missionen abgeschlossen, alle Exotics gesammelt waren?
Vielspieler hatten in Destiny 1 vor allem drei Ziele:
- Sie wollten alle Grimoire-Karten sammeln, um den maximalen Grimoire-Wert zu besitzen. Wer da hohe Werte vorweisen konnte, galt als Destiny-Veteran. Um die Punkte vollzukriegen, musste man teilweise irre Erfolge schaffen – 100 Siege im Rumble, es auf den Leuchtturm bringen, 100 Doubles gewinnen, 250 VIP-Tötungen abschließen – das war das harte Zeug. Und nichts davon brachte einen wirklichen Vorteil. Das waren Berge, die man bestieg, weil sie da waren.
- Mit der Jagd nach God-Rolls, nach der Waffe, mit den paar Promille mehr Leistung, vertrieben sich Hüter die Zeit.
- Dann gab’s noch <span class="glossaryLink " title="Glossar: PvP" data-cmtooltip="
PvPSpielmodus, Player versus Player: Die Spieler treten alleine oder in Gruppen gegeneinander an.
„>PvP und die Jagd nach dem “Flawless” in den Trials.
Das Flawless in den Trials existieren noch – die Schwierigkeiten mit denen lassen wir außen vor, das Teamshot-PvP von Destiny 2 ist ein anderes Themenfeld. Aber die anderen zwei Sachen gibt es nicht mehr: Beide kommen aber nun in einer etwas verwässerten Version zu Destiny 2 zurück.
Die nächsten zwei Wochen sollen jeweils am Dienstag mit kostenlosen Updates den Vielspielern etwas zu tun geben, denen Destiny 2 zu langweilig geworden ist. Schauen wir uns die Maßnahmen an, die Bungie ergreift, um auf die Kritik zu reagieren.
Das Seltsame: Xur noch großzügiger?
Wenn man sich die Liste an Änderungen vornimmt, die Bungie für Destiny 2 plant, kratzt man sich an einer Stelle verwundert den Kopf:
Xur soll ab dem 15. Dezember noch großzügiger mit Exotics um sich schmeißen als ohnehin schon. Die Drei der Münzen kommen zurück und jede Woche gibt’s per Engramm ein Exotic, das noch fehlt, obendrauf.
Das sind Änderungen, bei denen sich viele Veteranen das Gegenteil gewünscht haben. Eigentlich wollen die Spieler lieber „weniger Exotics und die sollen dafür mächtiger sein, sich wie besondere Waffen anfühlen.“
Aber der Zug ist jetzt wohl abgefahren, da kann Bungie die übrigen exotischen Items weiter verteilen, als wären sie Milchprodukte kurz vorm Verfallsdatum und müssten unbedingt noch unter die Hüter gebracht werden.
Der halbe Kompromiss: Machtverbesserung durch Meisterwerke
So einen halben Schritt geht Bungie auf Kritiker zu, die God-Rolls vermisst haben. Das waren die stärksten Konfigurationen von legendären Waffen in Destiny 1.
Zu Destiny 2 kommen am 12. Dezember nun Meisterwerk-Waffen. Das sind so die kleinen Geschwister der God-Rolls von früher – allerdings wohl fast ohne „Roll.“ Nur kleine Wertverbesserungen aus einem schmalen Pool von Boni sind hier zu erwarten, die man dann auch noch neu auswürfeln kann.
Im Vordergrund steht bei den Meisterwerken, dass sie Kills zählen und Orbs generieren. Außerdem soll man die leichter bekommen, wenn man schwere Aktivität abschließt.
Die Frage ist, ob die Meisterwerke wirklich eine langfristige Motivation bieten. So wie sie beschreiben sind, klingt es eher so, als hätten Vielspieler da rasch die Waffen auf Meisterwerk, die sie oft benutzen. Eine Langzeitmotivation ist hier fraglich.
Kosmetik als Motivation: Rüstungsornamente
Interessanter ist eine Änderung, die ein wenig untergegangen ist: Rüstungsornamente kommen schon am 5. Dezember zu Destiny 2.
Diese Rüstungs-Ornamente sind im Prinzip ein Ersatz für die „Grimoire-Karten“ von früher. Sie sollen Spielern offenbar viel zu tun geben und belohnen dann mit einer rein kosmetischen Verbesserung. Man wird bestimmten Rüstungsset ein besonderes Aussehen verleihen können, wenn man vorher aufwändige Erfolge geschafft hat.
Als Vorgeschmack für das Eisenbanner-Set sah man schon die Bedingung, um diese Ornamente zu erwerben: 25 Siege im Eisenbanner. Das sind jetzt keine 100 Siege im Rumble, aber schon mal ein Stück.
In der Form wird es wahrscheinlich auch für die anderen 8 Sets „Dauerbrenner“-Erfolge geben, an denen Hüter über Wochen und Monate zu knabbern haben, wenn sie das denn wollen. Auch für das neue “<span class="glossaryLink " title="Glossar: Raid" data-cmtooltip="
„>Raid-Lair” wird’s ein Set und Rüstungsornamente geben.
Das Interessante: Destiny 2 wird’s wohl mit jeder Season neue Ziele erhalten. Also jedes Vierteljahr 9 neue Erfolge, denen Hüter nachrennen können.
Wenn das „schwere Erfolge sind“ – vielleicht gerade im Raid, wär das für Spieler sicher interessant.
Das Schöne ist hier: Bungie koppelt Kosmetika wieder an das eigentliche Spiel und nicht an den Cash-Shop das Everversum. Ein Schritt in die richtige Richtung nach dem Ärger um die Einweg-Shader.
Änderungen zeigen, dass Bungie verstanden hat, aber nehmen die Hüter das auch an?
Die Frage ist, ob Rüstungsornamente zusammen mit den „Meisterwerk-Waffen“ wirklich genug sein werden, um Spieler zu beschäftigen. Ein Schritt in die richtige Richtung ist es allemal.
Zumal Bungie verstanden hat, worum es den Spielern geht: Man muss nicht unbedingt mit “stärkerem <span class="glossaryLink " title="Glossar: Loot" data-cmtooltip="
„>Loot” locken, manchmal reicht es auch, den Spielern einfach Berge zu geben, die sie dann besteigen können. Hauptsache es springt was Zählbares bei raus.
Die entscheidende Frage der nächsten Wochen ist, ob diese kosmetischen Ziele allen Destiny-2-Spielern reichen. Dazu könnt Ihr uns Eure Meinung gerne in den Kommentaren mitteilen.
Weitere Änderungen zu Destiny 2 lest Ihr hier:
Das sind die 5 wichtigsten Ideen, die Destiny 2 verbessern sollen
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Source: Destiny 2 PC